HABICHTSWALDKLINIK
Abteilung Onkologie

Die integrative Onkologie vereint universitäre Medizin,
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Laetrile ©

Ein "Wundermittel" ???


Laetrile erlebt in den letzten Monaten eine Art „come-back“ in der alternativen onkologischen Therapie.

Bei Laetrile handelt es sich um kein Vitamin, also keinen für das Überleben des menschlichen Körpers notwendigen Nahrungsbestandteil, sondern um den Inhaltsstoff der Bittermandel, das Amygdalin.

In den 70ern und Anfang der 80er Jahre wurde Laetrile vor allen Dingen in den USA, aber auch in Westeuropa als Heilmittel gegen Krebs angepriesen. Angeblich seien Hunderte von Patienten geheilt worden. Auch die heutigen Internetseiten der Anbieter versprechen Heilungen auch bei fortgeschrittenen Tumoren und wecken hohe Hoffnungen bei den Betroffenen. 

Aufgrund der zahlreichen Berichte hat sich das nationale Krebsinstitut der USA, das auch heute noch komplementären und alternativen Krebstherapien eher offen gegenüber steht, bemüht Fakten zu sammeln. Bei einer geschätzten Patientenzahl von 70.000 wurden von allen aufgerufenen Ärzten insgesamt 93 Patientenberichte eingereicht. 26 hiervon wiesen eine so unzureichende Dokumentation auf, dass eine Auswertung nicht möglich war. Bei den übrigen Patienten waren bei 6 Verbesserungen der Krankheitssituation beschrieben worden. Eine unabhängige Datenauswertung war jedoch bis heute nicht möglich. Wissenschaftliche Studien für den Wirkstoff liegen auch heute noch nicht vor. 

Der Versuch, in Tierexperimenten die Wirkungen mit Laetrile nachzuvollziehen, ergab ebenfalls bisher keinen Hinweis auf eine Wirkung gegen den Tumor

Als Inhaltsstoff der Bittermandel ist Amygdalin als giftig einzustufen. Angaben zu Dosierungen und möglichen Nebenwirkungen schwanken allerdings in der Literatur stark. Berichte beschreiben bei Patienten Zeichen von schweren Nerven- und Gehirnschädigungen sowie Krampfanfälle des Gehirns, auch Todesfälle wurden beschrieben. 

Zusammenfassend ist aufgrund möglicher schwerer Nebenwirkungen vor dem Einsatz von Laetrile zu warnen. Laetrile ist kein Vitamin, kein für den Körper gesunder Stoff, eine Wirksamkeit gegen Krebs ist nicht belegt. Auf keinen Fall kann eine Laetrile -Therapie eine erforderliche Krebstherapie ersetzen. Patienten, die eine komplementäre Unterstützung suchen, sollten sich für die bewährten und erwiesenermaßen ungefährlichen Möglichkeiten entscheiden. 

Für eine individuelle ausführliche Beratung können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen und einen Termin in der Ambulanz vereinbaren.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
 © Dr. Jutta Hübner, Onkologie

Animationen animierte Augen

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

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Aktualisiert: Juni 2010

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