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HABICHTSWALDKLINIK
Die
integrative Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Leberzellkarzinom
Das
Leberzellkarzinom galt lange Zeit in Deutschland als sehr seltener
Tumor. In
einigen Ländern Asiens und Afrikas gehört er zu den häufigsten
Tumoren, da
Leberzellkarzinome insbesondere bei chronischer
In
Deutschland entwickelt sich ein Leberzellkarzinom meist bei Patienten, die
aufgrund einer chronischen Lebererkrankung oder eines langjährigen
Alkoholkonsums eine Leberzirrhose haben. Bei Patienten mit einer bekannten
chronischen
Wird der Verdacht auf ein Leberzellkarzinom geäußert, so kommen als ergänzende Untersuchungen die Computertomographie oder Kernspintomographie des Bauchraumes infrage. Die genaue Diagnose, insbesondere auch im Zweifelsfall die Abgrenzung von Lebermetastasen eines anderen Tumors oder eines Karzinoms der Gallenwege, erfolgt mittels feingeweblicher Untersuchung aus einer Biopsie.
Die Therapieentscheidung beim Leberzellkarzinom richtet sich neben der bösartigen Erkrankung auch nach dem allgemeinen Zustand des Patienten. Dieser ist oft bei einer bestehenden Leberzirrhose erheblich eingeschränkt, sodass aggressives Therapievorgehen häufig nicht möglich ist. Ein weiteres Problem der Behandlung von Leberzellkarzinomen ist, dass aufgrund der Vorschädigung der Leber in vielen Fällen nicht nur ein Karzinom, sondern mehrere Herde vorliegen. Bei einer lokalisierten Erkrankung muss mit dem Chirurgen eine operative Entfernung des Tumors durch Leberteilresektion diskutiert werden. Bei etwas größeren Befunden ist auch eine Lebertransplantation zu diskutieren. Weitere Therapieverfahren bestehen darin, den Herd lokal zu zerstören. Dies kann erfolgen, indem ein Katheter von außen in örtlicher Betäubung unter sonographischer oder CT-Kontrolle bis in den Tumorbereich vorgeschoben wird und dann entweder mit einer sog. Radiofrequenzablation (RFA) oder einer Lasertherapie (LiTT) der Tumorknoten zerstört wird. Auch die Injektion von hochprozentigem Alkohol in den Tumor kann bei Tumoren bis zu einer gewissen Größe erfolgreich sein. Nach den vorliegenden Untersuchungen sind die drei genannten Verfahren bei erfahrenen Behandlern gleichwertig. Auch
bei fortgeschrittenen oder multiplen Herden kann mit diesen lokalen Verfahren
eine Rückbildung der
Tumoren, jedoch nicht eine komplette Heilung erreicht
werden. Bei weiter fortgeschrittenen Tumoren, insbesondere bei Vorliegen einer Metastasierung, müssen mit dem Patienten darüber hinaus gehende Therapien diskutiert werden. In
einer relativ neuen Studie konnte gezeigt werden, dass die Gabe des
Auch Chemotherapien werden beim Leberzellkarzinom eingesetzt. Der Gebrauch ist jedoch meist limitiert, da bei schlechter Leberfunktion aufgrund einer Leberzirrhose oder anderer Ursachen für die Leberzellschädigung die Nebenwirkungen häufig sehr ausgeprägt sind, sodass wirksame Chemotherapien nur bei wenigen Patienten durchgeführt werden können. Immer wieder ist diskutiert worden, ob das bei Brustkrebs eingesetzte antihormonelle Medikament Tamoxifen auch bei Leberzellkrebs wirksam ist. Aktuelle Untersuchungen sprechen dagegen. Möglicherweise kann jedoch das Gestagen Megestrolacetat hilfreich sein. Erst bei relativ wenigen Patienten wurde die Substanz Octreotid eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine einem körpereigenen wachstumshemmenden Signalstoff ähnliche Substanz, die bei einigen Patienten zu einem Ansprechen führt. In der Entwicklung sind Therapieverfahren, die einerseits durch Aktivierung des Immunsystems positiv wirken, andererseits direkt an der Durchblutung der Tumoren oder an den Signalwegen von Wachstumsfaktoren angreifen. Eine neue medikamentöse Therapie wurde in den letzten Jahren entwickelt und steht jetzt für Patienten zur Verfügung: das Medikament Sorafenib (Nexavar®) ist ein sogenanntes „kleines Molekül“ (small molecule), das in die Tumorzelle gelangt und dort bestimmte Signalwege, die das Wachstum der Zellen fördern, unterbricht. Sorafenib wird als tägliche Tablette eingenommen. Es ist grundsätzlich gut verträglich, führt aber bei einigen Patienten zu ausgeprägter Erschöpfung.
Patienten mit der Erstdiagnose bzw. nach Abschluss der Therapie oder bei Rezidiv haben die Möglichkeit, im Rahmen der Second opinion bei uns eine Zweite Meinung einholen. Patienten können in unserem Haus zur gezielten Durchführung einer Chemotherapie aufgenommen werden, es ist jedoch auch möglich, im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation einzelne Kurse einer Chemotherapie zu machen. In ausgewählten Fällen können durch eine Kooperation während eines stationären Aufenthaltes auch lokale Behandlungen durchgeführt werden.
Als Bestandteile einer ganzheitlichen Abteilung tragen alle unsere therapeutischen Angebote gemeinsam zu der Wiedererlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele bei. Patienten, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll. Im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation werden Patienten nach frühzeitiger Übernahme nach einer Operation oder Lokaltherapie kompetent ärztliche und pflegerisch betreut. Dies umfasst auch eine Wundversorgung. Ganzheitliche Medizin bedeutet für den Krebspatienten eine Berücksichtigung aller Dimensionen des Lebens, also neben rein körperlichen Gesichtspunkten auch die geistigen und seelischen Aspekte. Viele Therapieansätze aus der Ganzheitsmedizin zielen nicht direkt auf die Zerstörung des Tumors sondern auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte und die Förderung der Gesundung (siehe auch meinen Beitrag zur Salutogenese). Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einem Leberzellkarzinom gibt es keine komplementäre Medikation, die die Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können. Unter komplementären Verfahren verstehen wir gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel, die Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus hat es sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die Krebserkrankung zu unterstützen. Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden, Dabei muss die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt werden. Deshalb bieten wir verschiedene Formen einer vollwertigen Ernährung und Vitalkost (ausgewogenen Form der Makrobiotik) aber auch alle medizinisch erforderlichen Diäten an. Darüber hinaus können Patienten in unserem Haus die ayurvedische Ernährung kennen lernen. Bei vielen Patienten ist es schon vor der Diagnosestellung, dann aber auch in der Phase der Operation und der eventuellen Chemotherapie zu einer deutlichen Gewichtsabnahme gekommen. Hier setzt eine gezielte Ernährungstherapie unter Berücksichtigung der verschiedenen Diätformen ein. Wo erforderlich, kann eine unterstützende, über die Vene gegebene Ernährung erfolgen. Eine begleitende und wieder aufbauende psychologische Betreuung soll die Erfahrung der lebensbedrohlichen Erkrankung überwinden helfen und ein positives Gestalten der eigenen Zukunft ermöglichen. Speziell onkologisch erfahrene Psychotherapeuten begleiten unsere Patienten in Gruppentherapien und Einzeltherapien. Durch Einzeltherapien ist es möglich, nicht nur die unmittelbare Verarbeitung der Krebsdiagnose, sondern auch in der Lebensgeschichte der Patientin liegende Probleme zu thematisieren und gezielt zu bearbeiten. Es gelingt so sogar für Patienten in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass durch diese Verbesserung der Lebensqualität auch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden. Wesentlich tragen die Mitarbeiter der Krankengymnastik und der Bäder- und Massageabteilung dazu bei, dass der Patient körperliches Wohlbefinden wiedererlangt. Im Rahmen der Krankengymnastik, Sporttherapie und in der Massage- und Bäderabteilung werden verschiedene Therapieformen eingesetzt, um gezielt die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und wieder Zutrauen in den eigenen Körper zu finden und auch auf diesem Weg einen höhere Lebensqualität zu erreichen. Bei der Diagnose Krebs taucht bei vielen Patienten die Frage nach dem Sinn auf. Hier bietet unsere Klinik einzigartige Möglichkeiten, auf freiwilliger Basis verschiedene Angebote zu nutzen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Wesentlich zur Wiedererlangung der eigenen Kräfte und Freude am eigenen Schaffen ist die freiwillige Teilnahme am kreativen Angebot. Patienten, die mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in unser Haus kommen, werden umfassend und vertrauensvoll über das für und wider jedes Behandlungsschrittes sorgfältig in Gespräch zwischen Arzt und Patient aufgeklärt. Die Behandlung von Schmerzen ist ein vorrangiges Ziel einer interdisziplinären Sichtweise von Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Psychologen.
Die „Komplementäre Onkologie“ von Jutta Hübner: Ein Buch, das Sie als Onkologe oder als Hausarzt, Internist, Gynäkologe oder Urologe, der mit Krebspatienten konfrontiert ist, immer wieder konsultieren werden. Alle Komplementärsubstanzen als Patienteninformation auf CD-ROM!
Weitere Informationen und Bestellformular finden Sie
hier: Komplementäre Onkologie, Supportive Maßnahmen und evidenzbasierte Empfehlungen Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001 zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)
Weitere Fragen? 0561 - 3108 - 622
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