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HABICHTSWALDKLINIK
Die integrative
Onkologie vereint universitäre Medizin, Unser Informationsservice zum Thema:
Sarkome des
Erwachsenen
Bei Kindern und Jugendlichen kommen weitere Sarkome wie das Ewing-Sarkom und das Rhabdomyosarkom vor. Zu den Weichteil sarkome n gehören verschiedene Tumortypen, die nach ihrer Herkunftsart benannt sind (Bindegewebe: Fibrosarkom; Fettgewebe: Liposarkom; glattes Muskelgewebe: Leiomyosarkom; quergestreifte Muskulatur: Rhabdomyosarkom; Gefäßsystem: Angiosarkom; etc.). Neben der Herkunft der Tumorzellen ist vor allen Dingen das sog. Grading im histologischen Befund für die Prognose und Therapie entscheidend. Das Grading unterscheidet zwischen relativ gut differenzierten, der Ursprungszelle ähnlich sehenden, weniger aggressiven Zellen und entdifferenzierten, aggressiv wachsenden Zellen. Tumoren mit niedrigem Grading werden als niedrig maligne, solche mit hohem Grading als hoch maligne beschrieben. Hoch maligne Tumoren neigen frühzeitig zu einer Streuung (Metastasierung) und einem raschen Wachstum. Metastasen finden sich vor allem in der Lunge, in Lymphknoten, in der Leber und im Skelett. Die Weichteil sarkome sind beim Erwachsenen im Körper unterschiedlich verteilt. Am häufigsten kommen Sie im Bereich der unteren Extremität und des Stammes vor. Seltener sind sie im Kopf-/Halsbereich und der oberen Extremität. Die Sarkome des Knochens sind in 80 % in den langen Knochen der Beine (Ober- bzw. Unterschenkel) sowie des Armes (Oberarm) lokalisiert. Die Sarkome werden international in einer Klassifikation nach dem TNM-System eingeteilt. Hierbei beschreibt T die Tumorgröße bzw. Ausdehnung, N den Lymphknotenbefall und M die Metastasenbildung. Der Buchstabe G steht für das Grading, G1 bedeutet gut differenzierte Tumoren, G2 mäßig, G3 gering und G4 undifferenzierte Tumoren. Sarkome fallen durch eine lokale Schwellung, ggf. mit raschem Wachstum und eine Verhärtung des Gewebes auf. Sie können anfänglich schmerzlos sein. Drücken sie jedoch auf wichtige andere Strukturen und Nerven, so können rasch Schmerzen auftreten. Darüber hinaus kommt es durch das Wachstum im normalen Gewebe zu Funktionseinschränkungen. Die Diagnostik erfolgt mittels klinischer Untersuchung, Ultraschall und radiologischen Techniken (Röntgen, CT. ggf. MRT). Vor der Planung der Therapie sollte außerdem durch geeignete Untersuchungen ausgeschlossen werden, dass bereits Streuherde existieren. Die endgültige Sicherung der Diagnose erfolgt im Zweifel durch Entnahme einer Gewebeprobe und feingewebliche Untersuchung unter dem Mikroskop (sog. Histologie). Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass Tumorzellen durch die Punktion von Außen in Randbereiche verschleppt werden und von dort aus in den Körper streuen können. Aus diesem Grunde muss bei positiver Diagnose eines Sarkoms so rasch wie möglich eine umfassende Operation erfolgen, die insbesondere auch den Punktionskanal mit entfernt. Die Therapie der Sarkome richtet sich nach der Ausbreitung der Erkrankung im Moment der ersten Diagnose. Kleine lokalisierte Tumoren können zunächst operiert werden, wobei durch spezielle Operationstechniken (Kompartmentresektion) sichergestellt wird, dass möglichst keine Tumorzellen im Körper verbleiben. Bei weiter fortgeschrittenen Tumoren erfolgt eine Nachbestrahlung. Ist der Tumor bei Diagnosestellung relativ groß, so kann zunächst mittels einer Chemotherapie versucht werden, eine Verkleinerung zu erreichen. In einigen Fällen ist es empfehlenswert, im Anschluss an die Operation eine Chemotherapie durchzuführen. Wird der Tumor erst bei bereits vorliegenden Metastasen entdeckt, so ist in der Regel der erste Therapieschritt eine Chemotherapie. Zu den wirksamen Chemotherapiemitteln bei Weichteil sarkome n gehören: Doxorubicin, Etoposid, Cisplatin, Epirubicin, Ifosfamid und Dacarbacin. In einer europäischen Studie wurde gezeigt, dass die gleichzeitige Hyperthermie einhergehend mit einer Chemotherapie für die Patienten Vorteile bringt. Auch neue Medikamente, die gezielt Stoffwechselwege in der Tumorzelle blockieren sollen, werden derzeit bei Sarkom erforscht. Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass die verschiedenen Untergruppen der Sarkome unterschiedlich empfindlich auf verschiedene Chemotherapiemittel und neue Substanzen sind. Aus diesem Grund muss für jeden Patienten ein individueller Therapieplan erstellt werden. Für Osteo sarkome gelten einige Besonderheiten. Aufgrund der hohen Gefahr einer Metastasierung, auch wenn sie im Moment der ersten Diagnosestellung nicht sicher nachweisbar ist, wird grundsätzlich nach Sicherung der Diagnose eine präoperative Chemotherapie, dann die Operation und danach eine postoperative Chemotherapie durchgeführt. Ausnahme sind niedrig maligne Osteo sarkome, hier kann die alleinige Operation bei kleinen Tumoren ausreichend sein. Chemotherapiemittel, die bei Osteo sarkome n wirken, sind Cisplatin, Ifosfamid, Doxorubicin und Metotrexat. Der Operation kommt bei der Behandlung von Sarkome n eine große Bedeutung zu. Auf der einen Seite muss durch einen ausreichend großen Eingriff möglichst die komplette Entfernung aller Tumorzellen erreicht werden. Auf der anderen Seite handelt es sich oft um große chirurgische Eingriffe in wichtigen Strukturen. Durch an spezialisierten Zentren durchführbare Operationen kann es gelingen, die betroffene Extremität zu erhalten und auch eine gute Funktionsfähigkeit zu erreichen. Angebot für Patienten mit Sarkome n in der Habichtswald-Klinik Kassel Alle unsere therapeutischen Angebote tragen gemeinsam zur Wiedererlangung der Einheit von Körper, Geist und Seele bei. Patienten mit einem Sarkom, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie, die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll. Patienten nach einem Sarkom sind in der Regel jung, werden durch die Erkrankung aus Berufsausbildung, Studium oder aktivem Berufsleben herausgerissen. Die Anschlussheilbehandlung konzentriert sich deshalb ganz vorrangig auf den Wiederaufbau der Kräfte. Sporttherapie, Medizinische Trainingstherapie und ggf. Krankengymnastik stehen deshalb im Vordergrund. Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einer Krebserkrankung gibt es keine komplementäre Therapie, die die Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können. Unter komplementären Verfahren verstehen wir gezielt eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel und die Pflanzenheilkunde, z. B. zur Linderung von Folgeerscheinungen der Chemotherapie zur Unterstützung von Entspannungsverfahren, zur natürlichen Beeinflussung von Ängsten und Depressionen. Darüber hinaus hat es sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die Krebserkrankung zu unterstützen. Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie. Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden. Aufgrund der meist ausgezeichneten Prognose tritt für die meisten Patienten mit Sarkome n das psychoonkologische Angebot in den Hintergrund. Für Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung oder mit einem Rezidiv stellen sich jedoch Fragen der Krankheitsverarbeitung, nach Zusammenhängen, der Bedeutung der Erkrankung in der persönlichen Lebensgeschichte. Ein spezielles Angebot haben wir für Patienten nach einer Hochdosis-Chemotherapie, das eine besonders intensive multidisziplinäre Betreuung umfasst.
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hier: Komplementäre Onkologie, Supportive Maßnahmen und evidenzbasierte Empfehlungen Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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